BRÜCKENINSPEKTION MIT DROHNE
Befliegung von Brücken und Ingenieurbauwerken als Ergänzung zur Bauwerksprüfung nach DIN 1076: hochauflösende Aufnahmen bis in den Submillimeterbereich, Orthofotos und 3D-Modelle, jeder Schaden verortet. Um die Genehmigungen kümmern wir uns.
Die Drohne als kostengünstige Alternative für die Brückeninspektion
Die DIN 1076 (siehe Broschüre Bauwerksprüfung nach DIN 1076) schreibt die regelmäßige Prüfung zur Instandhaltung von Brücken vor: Vorgesehen sind eine laufende Beobachtung zweimal im Jahr, eine jährliche Besichtigung, alle sechs Jahre eine Hauptprüfung und drei Jahre danach eine einfache Prüfung. Daneben sind immer dann weitere Prüfungen notwendig, wenn außergewöhnliche Schäden durch beispielsweise Unfälle oder Naturkatastrophen verursacht wurden.
Bis vor einigen Jahren war ein zeitintensiver und teurer Prozess für die Brückeninspektion notwendig. Nur über den Einsatz von Brückenuntersichtsgeräten oder Hubsteigern war es möglich, das jeweilige Bauwerk nah genug in Augenschein zu nehmen. Hierfür ist eine gute Absicherung der Brücke erforderlich, gegebenenfalls unter teilweiser Sperrung der Fahrbahn. Klassische Brücken- und Bauwerksprüfungen sind sehr aufwendig und gefährlich, da es immer wieder zu Unfällen während der Prüfung kommt.
Die Inspektion mithilfe einer Drohne erleichtert die Begutachtung von Brücken und bietet eine umfassende digitale Zustandserfassung und Dokumentation des gesamten Bauwerks. Die Drohne ersetzt die handnahe Prüfung nicht, sie ergänzt sie: Sie liefert eine vollständige Bilddokumentation des Bauwerks, zeigt, wo genauer hingeschaut werden muss, und reduziert den Einsatz von Brückenuntersichtsgeräten und Hubsteigern. Unsere Drohnen- und Kamerasysteme erfassen selbst unwegsame Brückenabschnitte zielgenau und lokalisieren durch hochauflösende Aufnahmen mögliche Schäden.


Ihre Vorteile bei der Brückeninspektion mit Drohne
Einsparung von Kosten und Zeit
- Einsatz von Brückenuntersichtsgeräten und Hubsteigern lässt sich deutlich reduzieren.
- Schnelle Befliegung, in vielen Fällen ohne Sperrung der Fahrbahn.
- Kurzfristige Übermittlung von Arbeitsergebnissen.
Deutliche Risikosenkung
- Prüfer arbeiten seltener in der Höhe und im fließenden Verkehr.
- Weniger Sperrungen – weniger Risiko und Behinderung für den Verkehr.
Rundum-Service von SPECTAIR
- Sämtliche Schritte der Vor- und Nachbereitung erfolgen durch SPECTAIR.
- Gründliche Dokumentation mit präziser Verortung möglicher Schäden.
Mit Feingefühl und modernster Technik – Inspektionen mit SPECTAIR
Drohneneinsätze an Brücken sind eine große Herausforderung: Durch die massiven Pfeiler entstehen Windkanäle und starke Luftdruckschwankungen, welche für instabiles Flugverhalten und starken Drift sorgen. Durch die Fahrbahndecke werden GPS-Signale abgeschattet, sodass unterhalb des Bauwerks kein GPS-gestützter Flug möglich ist. Dieser Effekt wird durch die mehrfache Reflexion der Signale durch die Umgebung und das Bauwerk – auch Multipathing genannt – weiter verstärkt.
Viele Drohnensysteme sind aufgrund der genannten Hindernisse für die Brückenprüfung ungeeignet. Diese Art der Inspektion gehört insgesamt zu den anspruchsvollsten Aufgaben für Drohnenpiloten und setzt hohe Flugfähigkeiten und viel Erfahrung voraus. Mit SPECTAIR haben Sie genau den richtigen Partner gefunden: Wir arbeiten mit modifizierten Spezialdrohnen, um die Brückeninspektion sicher und effizient zu erledigen und können Erfahrung aus vielen Einsätzen vorweisen.
Wir bieten Aufnahmen mit Vollformatkameras bis zu 61 Megapixel und einer Objektauflösung bzw. GSD von bis zu 0,5 mm/px. Die sogenannte „Ground Sample Distance“ bezeichnet die reale Abbildungsgröße des Pixels. Je kleiner dieser Wert, desto höher die Detailauflösung und die Abbildungsleistung.
Die Daten erhalten Sie entweder als Rohbilder (JPG und RAW) zur eigenen Bewertung oder lassen durch uns einen digitalen Zwilling als 3D-Modell erstellen und KI-gestützt auswerten – die Bewertung erfolgt durch Fachpersonal.
Leistungen bei der Brückeninspektion
Befliegen von Innen- und Außenbereichen
Befliegen von sämtlichen Brückenbereichen
- Pfeiler, Träger, Stützwände, Fahrbahnoberfläche und -unterseite
- Innenbereiche wie Brückenschächte oder Pfeiler
- Stahl- und Betonbrücken
Schadensdokumentation
Gründliche Dokumentation von Brückenschäden:
- Risse und Korrosionen an Fassaden und allen Oberflächen
- Schädigungen am Brückenlager, Widerlager, Fundament, Brückenboden, Brückenpfeiler
- Anbauten, Plattformen, Steigleitern und Zugängen
Oberflächenanalyse und 3D-Modelle
Gründliche Oberflächenanalyse, u.a. unter Einbezug von Partnerunternehmen.
- Auswertung per KI-gestützter Software.
- Erstellung eines digitalen Zwillings bzw. 3D-Modells per Photogrammetrie.
Einholen von Genehmigungen
Das Befliegen von Brücken und Bauwerken mit infrastruktureller Bedeutung ist mit der Drohne nur unter gesonderter Genehmigung möglich. Wir kümmern uns um alle Amtsgänge.
- Genehmigung zum Befliegen von Brücken
- Zustimmung für geografische Gebiete nach § 21i LuftVO, z. B. an Bundesfernstraßen und Bahnstrecken
Ablauf und Ergebnisse
1 · Anfrage & Erstgespräch
Wir klären Bauwerk, Prüfumfang und Zeitfenster und sagen Ihnen, welche Bauteile sich per Drohne sinnvoll erfassen lassen.
2 · Machbarkeitsanalyse & Angebot
Wir stimmen Verkehrsführung und Termine mit Ihnen und der zuständigen Stelle ab und kümmern uns um alle Fluggenehmigungen.
3 · Operative Datenerfassung
Befliegung von Überbau, Unterseite, Pfeilern und Lagern; Ihr Prüfer kann live mitschauen. Die Rohdaten erhalten Sie direkt nach dem Einsatz.
4 · Datenverarbeitung & Analyse
Wir erstellen Orthofotos und auf Wunsch ein 3D-Modell, verorten die Befunde bauteilbezogen und werten KI-gestützt aus – bewertet wird durch Fachpersonal.
5 · Bericht & Übergabe
Bericht mit Befundliste und Bauteilbezug als PDF oder PowerPoint, dazu Orthofotos, Modell und Rohdaten für die Bauwerksprüfung.
Was wir für eine Einschätzung brauchen
Für eine erste Einschätzung genügen uns Objekt und Abmessungen, Zugang, Prüfziel und Ihr Zeitfenster – gern mit Zeichnung oder Foto. Wir sagen Ihnen, ob die Drohne für Ihre Aufgabe geeignet ist und welche Ergebnisse Sie erwarten können.
Grenzen der Methode
- Die Befliegung ersetzt nicht die handnahe Prüfung nach DIN 1076 – sie bereitet sie vor, ergänzt und dokumentiert.
- Verdeckte Bereiche, etwa hinter Verkleidungen, sind aus der Luft nicht einsehbar.
- Starker Wind und Regen setzen dem Einsatz Grenzen; unter dem Bauwerk fehlt der GPS-Empfang.
- An Autobahnen, Bundesstraßen und Bahnstrecken braucht jeder Flug eine gesonderte Genehmigung – die holen wir ein.
Häufige Fragen
Nein. Die Hauptprüfung verlangt die handnahe Prüfung durch einen Bauwerksprüfer. Die Drohne ergänzt sie: Sie liefert eine vollständige, verortete Bilddokumentation, zeigt, wo genauer geprüft werden muss, und reduziert den Einsatz von Brückenuntersichtsgeräten.
Meist nicht oder nur kurz. Das hängt vom Bauwerk, dem Verkehr und den Auflagen der Genehmigung ab – wir stimmen das vorab mit Ihnen und der zuständigen Stelle ab.
Mit erfahrenen Piloten und dafür geeigneten Drohnen. In Hohlkästen und engen Bereichen setzen wir die Kollisionsdrohne ELIOS 3 ein, die ohne GPS navigiert und die Struktur berühren darf.
Je nach Kamera und Abstand erfassen wir Details bis in den Submillimeterbereich – typisch um 0,5 mm pro Pixel, mit Zoomkameras auch feiner. So werden auch feine Risse sichtbar.
Fotos mit Position und Bauteilbezug, Orthofotos von Unterseite und Pfeilern, auf Wunsch ein 3D-Modell und eine Befundliste – als Grundlage für die Prüfung und die Dokumentation.

Inspektionspartner des TÜV Rheinland
SPECTAIR ist seit 2018 Partner des TÜV Rheinland für Industrieinspektionen mit Drohnen. Als Subdienstleister führt SPECTAIR im Auftrag des TÜV Rheinland Drohnenbefliegungen im Bereich Instandhaltungsanalyse und Condition Monitoring durch.


















